„Ihr Wasser liegt im Härtebereich hart“ – so oder ähnlich steht es auf vielen Wasserrechnungen. Doch was bedeutet das genau, wo liegen die Grenzen, und was hat es mit den alten Bereichen 1 bis 4 auf sich, die auf älteren Geräten noch auftauchen? Hier finden Sie die gesetzliche Einteilung, eine Umrechnungstabelle und die Antwort auf die wichtigste Frage: Ab wann sollten Sie Ihre Haustechnik vor Kalk schützen?
Welche Härtebereiche gibt es in Deutschland?
Grundlage ist § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG). Er legt drei Härtebereiche fest und verpflichtet die Wasserversorger, ihre Kunden mindestens einmal jährlich und bei jeder Änderung darüber zu informieren.
| Härtebereich | Calciumcarbonat je Liter | ca. Grad deutscher Härte |
|---|---|---|
| weich | weniger als 1,5 mmol | weniger als 8,4 °dH |
| mittel | 1,5 bis 2,5 mmol | 8,4 bis 14 °dH |
| hart | mehr als 2,5 mmol | mehr als 14 °dH |
Das Gesetz nennt nur die Werte in Millimol Calciumcarbonat je Liter. Die °dH-Angaben sind gerundete Umrechnungen (1 mmol/l = 5,6 °dH), die Versorger und der DVGW zur Orientierung mitliefern.
Warum regelt ausgerechnet das Waschmittelgesetz die Wasserhärte?
Weil die Bereiche ursprünglich für die Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln gedacht sind. Je härter das Wasser, desto mehr Waschmittel wird benötigt. Die Dosierempfehlungen auf Waschmittelpackungen sind deshalb nach weich, mittel und hart gestaffelt. Wer seinen Härtebereich kennt, kann richtig dosieren und vermeidet unnötige Belastung des Abwassers.
Für die Trinkwasserqualität sind die Bereiche dagegen ohne Bedeutung. Die Trinkwasserverordnung enthält laut DVGW keine Anforderungen an die Wasserhärte.
Was waren die alten Härtebereiche 1 bis 4?
Bis zur Neufassung des WRMG im Jahr 2007 gab es vier nummerierte Bereiche. Sie finden sich bis heute auf älteren Waschmittelpackungen, in Bedienungsanleitungen und Einstellmenüs von Geräten.
| Alter Bereich | °dH | Heutige Zuordnung (ungefähr) |
|---|---|---|
| 1 | bis 7 | weich |
| 2 | 7 bis 14 | weich bis mittel |
| 3 | 14 bis 21 | hart |
| 4 | über 21 | hart |
Die alte und die neue Einteilung passen nicht exakt aufeinander. Wasser mit 8 °dH lag früher in Bereich 2 und gilt heute als weich. Stellen Sie Geräte deshalb besser nach dem konkreten °dH-Wert ein als nach dem Bereich.
Wie rechne ich zwischen °dH, mmol/l und °fH um?
Die Umrechnungsfaktoren:
- 1 °dH = 0,1783 mmol/l
- 1 mmol/l = 5,6 °dH
- 1 °fH (französischer Härtegrad) = 0,56 °dH = 0,1 mmol/l
Die folgende Tabelle zeigt gängige Werte. Gerundet auf zwei Nachkommastellen bzw. eine Nachkommastelle.
| °dH | mmol/l CaCO₃ | °fH | Härtebereich |
|---|---|---|---|
| 4 | 0,71 | 7,1 | weich |
| 6 | 1,07 | 10,7 | weich |
| 8 | 1,43 | 14,3 | weich |
| 10 | 1,78 | 17,8 | mittel |
| 12 | 2,14 | 21,4 | mittel |
| 14 | 2,50 | 25,0 | Grenze mittel/hart |
| 16 | 2,85 | 28,5 | hart |
| 18 | 3,21 | 32,1 | hart |
| 20 | 3,57 | 35,7 | hart |
| 25 | 4,46 | 44,6 | hart |
| 30 | 5,35 | 53,5 | hart |
Für Ihren eigenen Wert nutzen Sie am einfachsten den Wasserhärte-Rechner.
Warum ist das Wasser nicht überall gleich hart?
Die Härte stammt aus dem Untergrund. Regenwasser nimmt im Boden Kohlendioxid auf und löst auf seinem Weg Kalkstein und Dolomit. Wo Grundwasser durch solche Gesteine fließt, etwa in vielen Kalk- und Juralandschaften, ist das Wasser häufig hart. Wo es durch Granit, Gneis oder Sandstein fließt, wie in manchen Mittelgebirgen, ist es oft weich.
Deshalb kann die Härte selbst zwischen Nachbarorten deutlich abweichen. Viele Versorger mischen außerdem Wasser aus mehreren Brunnen oder beziehen Fernwasser, sodass sich der Härtebereich innerhalb einer Stadt nach Ortsteil unterscheiden kann. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Faustregeln für Ihre Region, sondern auf die Angabe Ihres Versorgers. Einen Einstieg bietet unsere Übersicht Kalkschutz nach Stadt: Würzburg liegt mit 38,2–42,7 °dH klar im Bereich hart, Regensburg mit 16,9 °dH ebenfalls, München je nach Versorgungsgebiet zwischen mittel und hart.
Was bedeutet der Härtebereich für Haushaltsgeräte?
Der Härtebereich ist im Alltag vor allem eine Einstellhilfe:
- Waschmaschine: Die Dosierangaben auf der Packung sind nach weich, mittel und hart gestaffelt. Bei hartem Wasser wird mehr Waschmittel empfohlen.
- Spülmaschine: Die integrierte Enthärtung wird auf die örtliche Härte eingestellt, meist in °dH. Ein zu niedrig eingestellter Wert führt zu Kalkbelägen auf Gläsern, ein zu hoher zu unnötigem Salzverbrauch.
- Kaffeevollautomat, Wasserkocher, Dampfgarer: Viele Geräte fragen die Härte ab, um den Entkalkungshinweis richtig zu takten. Manche Hersteller schreiben Filter oder weiches Wasser vor.
Mit IONDA bleibt die Härte Ihres Wassers unverändert – Sie stellen die Geräte also weiter auf den Wert Ihres Versorgers ein. Die Mineralien bleiben im Wasser.
Was sagt der Härtebereich über Kalk in der Haustechnik?
Der Härtebereich ist der wichtigste erste Anhaltspunkt. Zwei Faktoren verstärken das Kalkrisiko zusätzlich:
- Die Temperatur. Kalk fällt vor allem beim Erwärmen aus. Warmwasser neigt laut DVGW deutlich stärker zur Steinbildung als Kaltwasser.
- Die Karbonathärte. Für Steinbildung zählt die ausfällbare Calciumcarbonat-Menge, nicht die Gesamthärte. Beide Werte können sich unterscheiden.
Die Norm DIN 1988-200, die der DVGW in seiner Kompaktinfo wiedergibt, staffelt die empfohlenen Maßnahmen deshalb nach Calciumcarbonat-Konzentration und Temperatur:
| Calciumcarbonat | bis 60 °C | über 60 °C |
|---|---|---|
| unter 1,5 mmol/l | keine Maßnahme | keine Maßnahme |
| 1,5 bis 2,5 mmol/l | keine Maßnahme, Stabilisierung oder Enthärtung | Stabilisierung oder Enthärtung empfohlen |
| über 2,5 mmol/l | Stabilisierung oder Enthärtung empfohlen | Stabilisierung oder Enthärtung |
Spätestens im harten Bereich und bei Warmwasser über 60 °C empfiehlt die Norm also, aktiv zu werden. Ausführlich erklärt der Artikel Wasserhärte verstehen die Zusammenhänge.
Ihr Härtebereich – und die passende Lösung
- Weich: In der Regel ist kein Kalkschutz nötig.
- Mittel: Speicher, Wärmepumpe und Durchlauferhitzer bauen über die Jahre Beläge auf. Hier lohnt sich der Schutz mit IONDA – besonders bei Warmwasser über 60 °C.
- Hart: Kalk setzt Heizflächen, Wärmetauscher und Armaturen spürbar zu. IONDA schützt die gesamte Installation direkt ab dem Hausanschluss.
So schützt IONDA Ihr Haus
IONDA arbeitet mit dem IONDA-STAP-Verfahren: Eine Induktionseinheit in der Trinkwasserleitung verändert, wie Kalk auskristallisiert. Statt harter, festsitzender Kalkkristalle entstehen feine, amorphe Partikel, die mit dem Wasser weggespült werden. Die TU Berlin (ZELMI) hat diesen Unterschied elektronenmikroskopisch sichtbar gemacht – bei Wasser mit 23,8 °dH, also klar im harten Bereich. Die Aufnahmen finden Sie auf der Seite TU Berlin.
- Ohne Salz, ohne Chemie, ohne Abwasser.
- Mineralien bleiben – IONDA enthärtet nicht, Ihr Härtebereich bleibt derselbe.
- Rund um die Uhr aktiv – mit geringem Stromverbrauch und ohne Wartungsaufwand.
Wer ausdrücklich weiches Wasser braucht, etwa für ein Gerät mit Härtevorgabe, greift zur Enthärtung. Einen Überblick über alle Verfahren gibt der Vergleich der Verfahren.
Ihr nächster Schritt: Prüfen Sie den Härtewert Ihres Ortes auf unseren Stadtseiten und finden Sie im Kalkschutz-Check das passende IONDA-Gerät. Wo das STAP-Verfahren bereits im Einsatz ist, zeigen unsere Referenzen.
