IONDA wird nicht von der Stange verkauft, sondern exakt auf Ihr Gebäude ausgelegt. Das ist der Unterschied zwischen einem Gerät im Keller und einem System, das Ihre gesamte Installation zuverlässig vor Kalk schützt. Die nötigen Angaben liegen bei Eigentümern, Verwaltungen oder dem betreuenden Heizungsbauer meist schon vor – sie müssen nur zusammengetragen werden. Diese Checkliste zeigt, was Ihr Fachpartner abfragt, und warum.
Für den ersten Kontakt brauchen Sie nichts davon. Gebäudetyp, Postleitzahl, ungefähre Zahl der Wohneinheiten und Ihr Anliegen genügen. Die Standortaufnahme ist der zweite Schritt.
Warum sich die Standortaufnahme lohnt
IONDA besteht aus einem Steuergerät und einer Induktionseinheit, die in die Trinkwasserleitung eingesetzt wird – nach Wasserzähler, Filter und Druckminderer, mit Erdung. Ab dort ist das gesamte Wasser im Haus behandelt. Das IONDA-STAP-Verfahren sorgt dafür, dass Kalk als feine, amorphe Partikel auskristallisiert und mit dem Wasser weggespült wird, statt sich als harte Schicht in Speicher, Wärmetauscher und Leitungen festzusetzen. Die TU Berlin (ZELMI) hat diesen Unterschied elektronenmikroskopisch sichtbar gemacht – zur Untersuchung.
Damit das System seine volle Leistung bringt, müssen Geräteklasse (IONDA 400, 600, 800 oder 800P) und Rohrdimension zu Leitung, Bedarf und Warmwasserbereitung passen. Genau das stellt die Standortaufnahme sicher. Nebenbei dokumentiert sie den Ausgangszustand Ihrer Anlage – ideal, um den Betrieb später nachzuverfolgen.
Die Checkliste im Überblick
| Bereich | Was wir wissen möchten | Wo Sie es finden |
|---|---|---|
| Wasseranalyse | Gesamthärte, Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonat, pH-Wert | Website oder Kundenservice des Wasserversorgers |
| Rohrmaterial | Kupfer, verzinkter Stahl, Edelstahl, Verbundrohr, Kunststoff | Sichtprüfung, Fotos, Heizungsbauer |
| Rohrdimension | Nennweite am geplanten Einbauort | Fotos, Pläne, Heizungsbauer |
| Bedarf | Wohneinheiten, Zapfstellen, Spitzendurchfluss | Pläne, Auslegung der Trinkwasserinstallation |
| Druck | Versorgungsdruck, Druckminderer-Einstellung, Druckreserve | Manometer am Druckminderer, Fachbetrieb |
| Warmwasserbereitung | Speicher (Volumen) oder Frischwasserstation (Leistung) | Typenschild, Wartungsunterlagen |
| Temperaturen | Speicher-/Vorlauftemperatur, Zirkulationsrücklauf | Regelung, Thermometer, Wartungsprotokoll |
| Zirkulation | vorhanden? Pumpe, Laufzeiten | Heizungsraum, Fachbetrieb |
| Ausgangszustand | bekannte Ablagerungen, Entkalkungen, Tausch von Bauteilen | Rechnungen, Wartungsprotokolle |
| Einbauraum | Platz an der Leitung, Zugänglichkeit | Fotos |
| Elektro | 230-V-Anschluss in Reichweite, Erdungsmöglichkeit | Fotos, Elektriker |
Die Punkte im Einzelnen
1. Wasseranalyse
Die Gesamthärte ist der wichtigste Einzelwert. Sie zeigt, ob Ihr Wasser weich, mittel oder hart ist. Nach § 9 WRMG gilt: unter 1,5 mmol/l Calciumcarbonat weich, 1,5 bis 2,5 mmol/l mittel, über 2,5 mmol/l hart (rund 14 °dH). Ihr Versorger muss die Härte mindestens jährlich mitteilen. Hilfreich ist die vollständige Analyse, weil das Verhältnis von Calcium, Magnesium und Hydrogencarbonat für die Kalkbildung eine Rolle spielt. Mehr dazu im Artikel Wasserhärte.
Bitte bei der Abfrage auf die richtige Versorgungszone achten. In manchen Gemeinden gibt es mehrere Zonen mit unterschiedlichen Werten.
2. Rohrmaterial und Rohrdimension
Die Induktionseinheit wird in die bestehende Leitung eingesetzt. Deshalb müssen Material und Nennweite am Einbauort bekannt sein. Wichtig ist auch, wie die Übergänge hergestellt werden können. Am besten fotografieren Sie die Leitung zwischen Wasserzähler, Filter und Druckminderer mit einem Zollstock im Bild.
3. Spitzenbedarf
Für die Auslegung zählt nicht der Jahresverbrauch, sondern der Spitzendurchfluss: die größte Wassermenge, die gleichzeitig durch die Leitung fließt – etwa morgens, wenn in vielen Wohnungen geduscht wird. Er ergibt sich aus der Zahl der Wohneinheiten, den Zapfstellen und deren Gleichzeitigkeit. Liegt eine Bemessung der Trinkwasserinstallation vor, ist sie die beste Quelle. Sonst schätzen wir gemeinsam mit dem Fachbetrieb.
4. Druck
Wir fragen nach Versorgungsdruck und Einstellung des Druckminderers. Die Druckverhältnisse sind für jede Änderung an der Trinkwasserinstallation relevant, etwa wenn Übergänge oder zusätzliche Armaturen eingebaut werden. Ein Foto des Manometers am Druckminderer genügt oft.
5. Speicher oder Frischwasserstation
Hier entsteht der meiste Kalk. Wir brauchen den Typ der Trinkwassererwärmung:
- Speicher-Trinkwassererwärmer: Volumen, Baujahr, Art der Beheizung, letzte Reinigung.
- Frischwasserstation: Leistung, Art des Wärmetauschers, bisherige Spülungen oder Tausch.
Ist der Wärmetauscher bereits stark verkalkt, wird er vor oder beim Einbau gereinigt oder getauscht. So startet die Anlage sauber, und IONDA hält sie ab dann frei von neuen harten Belägen.
6. Temperaturen
Kalk fällt beim Erwärmen leichter aus. Deshalb interessieren uns die Speicher- bzw. Austrittstemperatur und die Temperatur im Zirkulationsrücklauf. Wichtig: Diese Temperaturen sind durch die Regeln der Technik zur Trinkwasserhygiene vorgegeben. Sie bleiben mit IONDA unverändert – der Kalkschutz arbeitet bei jeder Temperatur.
7. Zirkulation
Ist eine Zirkulationsleitung vorhanden, läuft warmes Wasser ständig durch Teile der Installation. Wir fragen, ob es eine Zirkulation gibt und wie sie betrieben wird. Zusammen mit dem Speichervolumen und dem Leitungsinhalt ist das auch für die Frage relevant, ob Ihre Anlage als Großanlage zur Trinkwassererwärmung gilt – mit den Untersuchungspflichten aus § 31 der Trinkwasserverordnung.
8. Ausgangszustand und Wartungshistorie
Rechnungen und Wartungsprotokolle der letzten Jahre sind wertvoll: Wie oft wurde entkalkt? Welche Bauteile wurden getauscht? Gab es Beschwerden über Warmwassertemperatur oder Durchfluss? Diese Angaben zeigen, was Kalk Sie bisher gekostet hat – und machen den Unterschied nach dem Einbau sichtbar.
9. Fotos
Ein paar gute Fotos ersetzen viele Fragen. Sinnvoll sind:
- Hausanschluss mit Wasserzähler, Filter und Druckminderer
- Leitungsverlauf am möglichen Einbauort, mit Zollstock
- Speicher oder Frischwasserstation inklusive Typenschild
- nächste Steckdose bzw. Elektroverteilung
- Gesamtansicht des Heizungsraums
10. Elektroanschluss und Erdung
Das Steuergerät braucht einen 230-V-Anschluss in Reichweite des Einbauorts; der Stromverbrauch ist gering. Außerdem muss die Anlage geerdet werden können. Ist keine Steckdose vorhanden, plant der Elektriker den Anschluss mit ein. Bei der Variante mit potentialfreiem Störkontakt (IONDA 800P) fragen wir zusätzlich, wohin die Störmeldung geführt werden soll, etwa auf eine vorhandene Gebäudeleittechnik.
Häufige Lücken – und wie man sie schließt
In der Praxis fehlen meist dieselben Angaben. Das ist kein Hindernis, nur ein Grund, gezielt nachzufragen:
- Keine Pläne der Trinkwasserinstallation: Bei älteren Häusern ist das normal. Fotos und eine kurze Begehung durch den Fachbetrieb ersetzen sie meist.
- Spitzendurchfluss unbekannt: Wir leiten ihn gemeinsam mit dem Fachbetrieb aus Wohneinheiten, Zapfstellen und Ausstattung ab und dokumentieren die Annahmen.
- Wartungshistorie lückenhaft: Fragen Sie beim betreuenden Heizungsbauer nach. Oft liegen dort Rechnungen oder Protokolle vor, die bei Verwaltungswechseln verloren gegangen sind.
- Unklare Zuständigkeit: Klären Sie früh, wer Ansprechpartner für Technik, Freigabe und Zugang zum Heizungsraum ist – besonders in einer WEG.
Je vollständiger die Angaben, desto genauer wird das Angebot und desto weniger Nachträge gibt es später.
So läuft es ab
- Sie starten den Kalkschutz-Check oder stellen eine kurze Anfrage.
- Ihr Fachpartner meldet sich persönlich und bespricht, welche Angaben schon vorhanden sind.
- Fehlende Werte erhebt er gemeinsam mit Ihnen oder Ihrem Installateur, bei Bedarf vor Ort.
- Sie erhalten ein Angebot, in dem Gerät, Induktionseinheiten, Zubehör, Montage und Elektroarbeiten getrennt ausgewiesen sind.
- Ein eingetragener Installateur baut IONDA ein – ab dann arbeitet das System rund um die Uhr, ohne Salz, ohne Chemie, ohne Abwasser.
Für Mehrfamilienhäuser beschreibt die Seite Mehrfamilienhaus den Ablauf ausführlicher, die Checkliste Mehrfamilienhaus gibt es zum Abhaken und Ausdrucken. Wo das STAP-Verfahren bereits arbeitet, zeigen unsere Referenzen. Fachbetriebe finden Unterlagen unter Fachpartner.
