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Glossar: Begriffe rund um Wasserhärte und Kalk.
Jeder Begriff in zwei Sätzen erklärt – mit Verweis auf den ausführlichen Artikel.
45 Begriffe · Stand 07. Oktober 2026
A
- Amorphes Calciumcarbonat (ACC)
- Calciumcarbonat ohne regelmäßige Kristallordnung. Es gilt als instabile Vorstufe, die sich mit der Zeit in kristalline Formen umwandeln kann. Calcit, Aragonit, ACC
- Aragonit
- Kristalline Form von Calciumcarbonat mit nadeliger Struktur. Bildet sich bevorzugt bei höheren Temperaturen. Calcit, Aragonit, ACC
- AVBWasserV
- Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser. Sie regelt unter anderem, dass Arbeiten an der Kundenanlage nach dem Wasserzähler nur durch eingetragene Installationsunternehmen erfolgen dürfen.
B
- Betriebsmittel
- Verbrauchsstoffe, die ein Wasseraufbereitungsverfahren im Betrieb benötigt, etwa Regeneriersalz, Dosiermittel, Granulat oder Filterkartuschen. Das IONDA-Kernsystem braucht keine solchen Stoffe, aber Strom für das Steuergerät.
C
- Calcit
- Die thermodynamisch stabilste kristalline Form von Calciumcarbonat. Typischer Bestandteil von Kesselstein und Kalkbelägen. Calcit, Aragonit, ACC
- Calciumcarbonat (CaCO₃)
- Die chemische Verbindung, aus der Kalk im Wesentlichen besteht. Sie fällt aus hartem Wasser vor allem beim Erwärmen aus.
D
- Deutscher Härtegrad (°dH)
- Traditionelle Einheit der Wasserhärte in Deutschland. 1 °dH entspricht 0,1783 mmol/l; 1 mmol/l entspricht 5,6 °dH. Wasserhärte-Rechner
- DIN 1988-200
- Technische Regel für Trinkwasserinstallationen. Sie empfiehlt Maßnahmen gegen Steinbildung abhängig von Calciumcarbonat-Konzentration und Warmwassertemperatur; eine bestimmte Technik schreibt sie nicht vor.
- DIN 3607
- Norm für Kalkschutzgeräte in Trinkwasserinstallationen (Teil 1: Anforderungen, Teil 2: Prüfung der Wirksamkeit), Nachfolgerin der zurückgezogenen DVGW-Arbeitsblätter W 510 und W 512.
- Dosieranlage
- Gerät, das dem Trinkwasser zugelassene Stoffe wie Phosphate oder Silikate zugibt, um Kalk- oder Korrosionsvorgänge zu beeinflussen. Benötigt Dosiermittel als Betriebsmittel. Vergleich Dosieranlage
- Druckminderer
- Armatur, die den Leitungsdruck aus dem Versorgungsnetz auf einen für die Hausinstallation passenden Wert begrenzt. IONDA wird nach Wasserzähler, Filter und Druckminderer eingebaut.
- Durchlauferhitzer
- Gerät, das Trinkwasser beim Durchfließen erwärmt. Hohe Heizflächentemperaturen begünstigen Kalkablagerungen. Durchlauferhitzer und Kalk
- DVGW
- Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, technisch-wissenschaftlicher Regelsetzer. Zertifizierungen vergibt DVGW CERT; ein DVGW-Zertifikat gilt immer nur für das darin bezeichnete Produkt.
- DVGW W 551
- Arbeitsblatt zu technischen Maßnahmen gegen Legionellenwachstum in Trinkwassererwärmungsanlagen, unter anderem mit Temperaturvorgaben für Großanlagen. Kalkschutz ist keine Hygienemaßnahme.
E
- EDX (energiedispersive Röntgenspektroskopie)
- Analysemethode im Elektronenmikroskop, die die chemischen Elemente einer Probe bestimmt. Sie zeigt, welche Elemente vorhanden sind, aber nicht, in welcher Kristallform.
- Elektromagnetische Wasserbehandlung
- Physikalisches Verfahren, bei dem ein elektrisches Signal über eine Spule auf das durchfließende Wasser einwirkt. IONDA arbeitet so: Das IONDA-STAP-Verfahren verändert, wie Calciumcarbonat auskristallisiert – statt harter Kristalle entstehen feine, amorphe Partikel, die mit dem Wasser weggespült werden. Technik
- Enthärtung (Ionenaustausch)
- Verfahren, das Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen austauscht und so die Wasserhärte messbar senkt. Benötigt Regeneriersalz und erzeugt Regenerationsabwasser. Enthärtung oder Kalkschutz
- Erdung
- Leitende Verbindung zum Erdpotenzial. Sie ist beim Einbau von IONDA Teil der Installationsvoraussetzungen.
F
- Französischer Härtegrad (°fH)
- Einheit der Wasserhärte, unter anderem in Frankreich und der Schweiz gebräuchlich. 1 °fH entspricht 0,56 °dH.
- Frischwasserstation
- Erwärmt Trinkwasser bei Bedarf über einen Plattenwärmetauscher mit Heizungswasser. Die Trinkwasserseite des Wärmetauschers kann verkalken. Frischwasserstation und Kalk
G
- Gesamthärte
- Summe der im Wasser gelösten Erdalkaliionen, vor allem Calcium und Magnesium. Versorger geben sie in mmol/l oder °dH an. Wasserhärte erklärt
- Großanlage zur Trinkwassererwärmung
- Nach Trinkwasserverordnung eine Anlage mit mehr als 400 Litern Speicherinhalt oder mehr als 3 Litern Leitungsinhalt zwischen Erwärmer und Entnahmestelle, ausgenommen Ein- und Zweifamilienhäuser. Für sie gelten besondere Untersuchungspflichten. TrinkwV für Vermieter
H
- Härtebereich
- Einteilung nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: weich unter 1,5 mmol/l (etwa 8,4 °dH), mittel 1,5 bis 2,5 mmol/l, hart über 2,5 mmol/l (etwa 14 °dH). Härtebereiche
- Heizungswasser
- Wasser im geschlossenen Heizkreis. Für seine Beschaffenheit gilt VDI 2035, nicht die Trinkwasserverordnung; es ist vom Trinkwasser getrennt zu betrachten. Heizungswasser und VDI 2035
I
- Induktionseinheit
- Bauteil aus Induktionsträger – einem druckfesten Behandlungskanal aus trinkwassergeeignetem Hochleistungspolymer, elektrisch nicht leitend – und Induktionsmodulen, das bei IONDA in die Trinkwasserleitung eingebaut wird und das Signal des Steuergeräts auf das durchfließende Wasser überträgt. Induktionseinheit
- IONDA-STAP-Verfahren
- Das elektromagnetische Behandlungsverfahren, das IONDA nutzt – entwickelt vom Erfinder Sebastian Sterff; STAP steht für Sterff-Amtel-Prozessor. Die TU Berlin (ZELMI) hat elektronenmikroskopisch sichtbar gemacht, dass damit behandeltes Wasser überwiegend amorphe, feine Strukturen statt harter Kalkkristalle bildet. Seit über 20 Jahren in Großobjekten und Privathäusern im Einsatz. Untersuchung TU Berlin
K
- Kalkschutz
- Sammelbegriff für Maßnahmen, die Kalkablagerungen in der Installation vermindern sollen, ohne die Härte zu senken. Dazu zählen Dosierung, katalytische und physikalische Verfahren wie das IONDA-STAP-Verfahren von IONDA. Kalkschutz ohne Salz
- Katalytischer Kalkschutz (TAC)
- Verfahren, bei dem an einer speziellen Oberfläche oder einem Granulat Impfkristalle entstehen sollen (Template Assisted Crystallization). Einzelne Modelle sind nach DVGW zertifiziert. Vergleich katalytischer Kalkschutz
- Kesselstein
- Fester Kalkbelag an Heizflächen, Speichern und Wärmetauschern. Er entsteht vor allem, wenn hartes Wasser erwärmt wird, und behindert den Wärmeübergang. Kalk und Warmwasser
M
- mmol/l (Millimol je Liter)
- Gesetzliche Einheit der Wasserhärte, angegeben als Calciumcarbonat. 1 mmol/l entspricht 5,6 °dH. Wasserhärte-Rechner
N
- Nenndurchfluss
- Durchflussmenge, für die ein Gerät ausgelegt ist. Nenndurchfluss, Spitzendurchfluss und Druckverlust sind verschiedene Größen und nicht austauschbar.
R
- Regeneriersalz
- Natriumchlorid in Tablettenform, mit dem Enthärtungsanlagen ihr Harz regenerieren. Das IONDA-Kernsystem braucht kein Regeneriersalz.
- Resthärte (Verschneidung)
- Härte, die nach einer Enthärtungsanlage durch Zumischen von unbehandeltem Wasser bewusst eingestellt wird. Vollständig enthärtetes Wasser wird in der Hausinstallation meist vermieden.
- Rückspülfilter
- Mechanischer Filter nach dem Wasserzähler, der Partikel zurückhält und durch Rückspülen gereinigt wird. Er ändert die Härte nicht.
S
- Steuergerät
- Elektronikeinheit von IONDA mit 230-V-Anschluss, die das Signal für die Induktionseinheit erzeugt. Sie wird in einem trockenen Innenraum montiert. Produkte
- Störkontakt (potentialfrei)
- Schaltkontakt, der eine Störung an eine Gebäudeleittechnik oder Meldeeinrichtung weitergibt. Bei IONDA 800P vorhanden; eine App- oder Cloud-Anbindung ist damit nicht verbunden. IONDA 800P
T
- Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
- Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Sie stellt keine Anforderungen an die Wasserhärte, regelt aber Pflichten von Betreibern einer Trinkwasserinstallation. TrinkwV für Vermieter
- Trocknungsflecken
- Kalkränder, die beim Verdunsten von Wassertropfen auf Armaturen, Glas oder Fliesen zurückbleiben. Sie entstehen auch mit Kalkschutzgerät, weil die Härte im Wasser bleibt. Kalkflecken an Armaturen
U
- Umkehrosmose
- Membranverfahren, das gelöste Stoffe weitgehend aus dem Wasser entfernt. Meist für Teilströme wie Trinkwasser am Spülbecken oder Gerätespeisung eingesetzt; erzeugt Konzentrat als Abwasser. Vergleich Umkehrosmose
V
- VDI 2035
- Richtlinie zur Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen durch Steinbildung und Korrosion. Sie betrifft das Heizungswasser, nicht das Trinkwasser. Heizungswasser und VDI 2035
- Versorgungszone
- Gebiet, das aus derselben Wasserquelle oder demselben Wasserwerk beliefert wird. Innerhalb einer Stadt kann die Härte je Zone deutlich abweichen. Wasserhärte nach Stadt
W
- Wärmetauscher
- Bauteil, das Wärme von einem Medium auf ein anderes überträgt, etwa vom Heizungswasser auf das Trinkwasser. Kalkbeläge auf der Trinkwasserseite verschlechtern den Wärmeübergang.
- Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)
- Verpflichtet Wasserversorger in § 9, ihren Kunden den Härtebereich des gelieferten Wassers mitzuteilen. Wasserhärte herausfinden
- Wasserhärte
- Gehalt des Wassers an gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen. Sie hängt von der Herkunft des Wassers ab und wird vom Versorger veröffentlicht. Wasserhärte erklärt
Z
- Zirkulation
- Leitungskreis, der warmes Trinkwasser ständig umwälzt, damit es an den Zapfstellen schnell warm ankommt. Dauerhaft warmes Wasser in der Zirkulation kann Kalkbildung begünstigen. Kalk im Rohrnetz
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